News Sonstiges — 24 Juni 2014
Windows 7 Professional (Bild: Microsoft)

Windows 7 Professional (Bild: Microsoft)

Seit Ende April ist der Support für Windows XP eingestellt, doch es dürfte immer noch ein zweistelliger Prozentsatz aller Rechner weltweit mit dem antiquierten Betriebssystem laufen.

Viele Anwender fürchten den Umstieg auf ein komplett neues System wie Windows 8(.1), da die Benutzeroberfläche seit Windows XP doch eine Menge von Änderungen erfahren hat – immerhin gab es in der Zwischenzeit mit Windows Vista, Windows 7 und schließlich Windows 8 drei neue OS-Versionen von Microsoft. Vor allem der Sprung von Windows 7 zu 8 dürfte dabei manchen abschrecken, denn neben dem verschwundenen Startmenü ist auch die Kiosk-Oberfläche nicht jedermanns Sache.

Umstieg überfällig

Doch langsam sollten sich XP-Anwender Gedanken über einen Wechseln machen; zwar gibt es noch bis 2015 Sicherheits-Updates für bestimmte (Business-)Kunden; doch Endanwender haben davon nichts. Im Gegenteil: Jede neu entdeckte Lücke unter Windows 7/8 dürfte von Hackern umgehend auch unter Windows XP „ausprobiert“ werden. Da sich viele Teile des Codes nicht oder nur geringfügig geändert haben, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sicherheitslücken für jüngere Windows-Versionen auch unter XP angreifbar sind.

Von Updates durch die Hintertür (mit einigen Modifikationen kann man XP trotzdem weiter mit Updates versorgen) raten Experten übrigens ab – die Updates seien unter den üblichen Desktop-XP-Versionen ungetestet und nur für Embedded-Betriebssysteme gemacht, die etwa in Geldautomaten zum Einsatz kommen.

Windows 7 statt 8 als Upgradepfad

Was also tun, wenn man immer noch Windows XP einsetzt? Die wohl beste Lösung ist es, zu Windows 7 zu wechseln. Das Betriebssystem erinnert noch in vielen Teilen an XP und macht so den Umstieg etwas leichter. Sicherheitsrelevante Updates gibt es immerhin noch bis 2020 (der so genannte „Extended Support“) und die Kaufpreise sind einigermaßen moderat.

Teilweise gab es Windows 7 in Rabattaktionen schon für weniger als 50 Euro,  aktuell (Stand: Mai 2014) zahlt man knapp 70 Euro für die Home-Premium-Version und annähernd 100 Euro für eine neue Professional-Variante (einen ausführlichen Versionenvergleich gibt es hier).

Geld sparen mit Refurbished-Lizenzen

Man kann aber viel Geld sparen, indem man zu gebrauchten oder „Refurbished“-Versionen greift. Refurbished heißt eigentlich „aufbereitet“ und stammt eher aus dem Hardware-Bereich; hier geht es um Teile, die beispielsweise als Garantierückläufer wiederaufbereitet wurden und so als B-Ware an den Mann gebracht werden.

Bei Software handelt es sich meist um PCs aus Firmen, die aus Insolvenzen stammen oder die einfach regulär ersetzt wurden. Von Microsoft zertifizierte Softwarehändler können solche PCs zurücknehmen und mit neuen Software-Versionen – den sogenannten Refurbished-Versionen – ausstatten. Dabei genießen sie satte Rabatte, die sie manchmal an die Kunden weitergeben. Bei Softwarebilliger, einem auf Gebrauchtsoftware spezialisierten Anbieter, gibt es Windows 7 Professional in einer 32 bzw 64 Bit Version beispielsweise schon ab 40 Euro.

Der Kauf ist in Deutschland nach einem Gerichtsurteil von 2013 völlig legal und da Software auch nicht altert, kann man solche Versionen bedenkenlos kaufen und somit ein wenig beim Upgrade sparen.

 

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Chris